BIENENSCHLAFRÄUBER

wer sich von fetten wolken nährt

wird regnen wie ein krokodil

doch wer den schlaf der bienen raubt

der hebt von seinem schatten ab

mit einem bein im blumenrausch

und mit dem anderen

im strumpf

jahraus jahrein

jahrein jahraus

schützt jeder lindenbaum

sein nest,

in wurzelnacht versteckt

verlacht

verringert sich sein SEIN

im schaft

bis er sich selbstlos

selbst verlässt

und träume ziehn

und träume wehen

in regenschwerer wolkenjagd

hin über den wunden

schrumpfenden sumpf

wenn bienen kreiselnd heimwärts fliehn

vom regenkrokodil geplagt

der regentropfen zahl wird rund

und bleibt’s

in alle ewigkeit

im weiten krokodilenschlund

nun keine wolke weit und breit

wenn keine wolken mehr enstehn

wenn die erinnerung gerinnt

wenn lindenbäume schubert säen

wird alles grüner klang der war

auf wiesen mit schneeweißem haar